Deine erste Entscheidung, Schritt für Schritt.
Vom Erstellen deines Kontos bis zum Umgang mit dem Ergebnis — ein vollständiges Rezept für die erste Entscheidung deiner Gruppe auf Civil Democracy.
Das Einrichten dauert etwa zwanzig Minuten; die Entscheidung selbst dauert so lange, wie deine Gruppe ihr geben will. Der beste Weg, diese Seite zu nutzen: Lass sie in einem eigenen Fenster offen und arbeite die Schritte parallel durch, vom Registrieren bis zu den Ergebnissen. Und fang klein an — ein Vorstand, der sein Sitzungsformat wählt, ein Verein, der zwischen drei Räumlichkeiten entscheidet, eine Familie, die den Ferienort klärt. Eine erste Entscheidung muss nicht gewichtig sein, um zu zeigen, wie das hier funktioniert.
Drei Handgriffe, eine Entscheidung.
Bevor du irgendetwas einrichtest, hilft es, die Mechanik in den Händen zu spüren. Alles auf dieser Plattform läuft auf drei Handgriffe hinaus. Du gibst Vertrauen: den Menschen und Gruppen, deren Urteil du schätzt — jedem so viel oder so wenig, wie du willst. Sie ordnen öffentlich: Jeder vertraute Akteur erklärt offen, wie er die Optionen ordnet und warum. Das System verbindet beides: Dein Vertrauen und ihre öffentlichen Rangfolgen ergeben eine persönliche Empfehlung — berechnet durch den Vergleich jedes Optionenpaars, gewichtet nach deinem Vertrauen — neben dem Ergebnis, zu dem die ganze Gruppe mit derselben Methode kommt. Und die Empfehlung ist genau das: deine — zum Behalten oder Überstimmen.
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Du gibst deine Stimme nie ab. Du entscheidest, wie sehr du jedem Akteur vertraust — das System liest ihre öffentlichen Rangfolgen durch dein Vertrauen und schlägt dir eine vor.
Öffentlicher Park schlägt jede andere Option im direkten Vergleich, gewichtet nach deinem Vertrauen. Vor allem getragen von deinem Vertrauen in Allianz für Grünflächen und Anwohner für ruhige Strassen.
Die Runde landet bei Markthalle mit Wohnungen — anders als bei dir (Öffentlicher Park). Gleiche Methode, anderes Vertrauen. Nach deiner Registrierung würden deine eigenen Bewertungen in dieses Ergebnis einfliessen.
Wechsle zwischen den Ausrichtungen. Gleiche Optionen, gleiche Akteure — anderes Vertrauen, andere Entscheidung. Das ist individualisierte Repräsentation bei der Arbeit.
Setz einen Akteur auf null, indem du ein zweites Mal auf den äussersten linken Stern klickst. Deine Rangfolge ändert sich; die der Runde bewegt sich kaum. Dein Vertrauen formt deine Empfehlung — nicht die aller anderen.
Finde eine Einstellung, bei der deine Rangfolge von der der Runde abweicht. Diese Lücke ist kein Fehler — sie ist das ehrliche Bild davon, wo du in deiner Gruppe stehst.
Vom Konto zum Ergebnis.
Erstelle dein Konto.
Registriere dich mit deiner E-Mail-Adresse, bestätige die Verifizierungsnachricht und melde dich an. Das ist der ganze Einstieg — keine Zahlung, kein Profilaufbau. Wenn du in einem zweiten Fenster mitmachst, tu es jetzt: Der Rest dieser Seite entspricht dann dem, was du auf dem Bildschirm siehst.
Eröffne deinen Raum.
Ein Raum ist der Ort, an dem deine Gruppe entscheidet — abgegrenzt, für Aussenstehende unsichtbar und von dir zu gestalten. Erstelle einen und benenne ihn nach der echten Gruppe, der er dient: dem Vorstand, dem Verein, dem Haus, der Familie. Ein ehrlicher Tipp: Widersteh dem Drang, einen Raum für "alle" zu eröffnen. Ein Raum funktioniert, wenn die Menschen darin wirklich von denselben Entscheidungen betroffen sind.
Lade die Betroffenen ein.
Dein Raum kann Einladungscodes für die Mitglieder deiner Gruppe erstellen. Teile sie mit den Menschen, die die Entscheidungen betreffen werden — per Mail, per Nachricht, auf Papier beim nächsten Treffen. Jede Person registriert sich, gibt den Code ein und ist drin. Wer zählt als betroffen? Eine nützliche Regel: Wer mit dem Ergebnis leben muss, sollte die Chance haben, daran mitzuwirken.
Mehr zum Einladen
Einladungscodes sind nicht sofort sichtbar — die Möglichkeit, sie zu erstellen, erscheint, sobald dein Raum eingerichtet ist. Erstelle einen Code pro Person: Jeder Code ist individuell und sollte nur von der Person verwendet werden, an die er geschickt wurde. Genau das hält den Raum abgegrenzt — alle darin wurden mit Namen eingeladen. Ein Code, ein Mitglied.
Lass Vertrauen sichtbar werden.
Das ist der Schritt, der es zu Civil Democracy macht statt zu einer Umfrage. Mitglieder können die Menschen oder Gruppen bewerten, deren Urteil sie schätzen — jede einzeln, auf ihrer eigenen Skala, jederzeit änderbar. In einer ersten Entscheidung beginnt Vertrauen von Person zu Person: Mitglieder, die ihre Rangfolgen sichtbar machen und für sie argumentieren, werden zu jemandem, auf den sich andere stützen können.
Aber selbst kleine Gemeinschaften sind selten nur eine Sammlung von Einzelnen. Fast immer gibt es Untergruppen mit einer gemeinsamen Position: die Kommission innerhalb einer Gemeinde, der Institutsvorstand oder Lehrstuhl innerhalb einer Fakultät, eine Kernfamilie oder eine Generation innerhalb einer Grossfamilie. Auf Civil Democracy kann eine solche Untergruppe ihre gemeinsame Meinung als Gruppenakteur sichtbar machen — die Optionen einmal öffentlich ordnen und Mitglieder, die ihrem Urteil vertrauen, sich durch sie vertreten lassen. So wächst die Vertrauensschicht auf natürliche Weise: von Nachbarn zu den Gruppen unter ihnen und — wenn die Entscheidungen deines Raums weiter werden — zu etablierten Organisationen darüber hinaus.
Und Vertrauen bleibt, was es überall auf dieser Plattform ist: freiwillig und widerrufbar. Wer niemandem vertraut, ordnet die Optionen einfach selbst.
Mehr zum Vertrauen
Ganz am Anfang zeigt die Vertrauensseite nur die Open Actors zweier Beispielentscheidungen — damit du Vertrauen ausprobieren kannst, bevor in deinem eigenen Raum jemand hervorgetreten ist. Mit dem Wachstum von Civil Democracy füllt sie sich mit Open Actors für andere Entscheidungen auf dem globalen öffentlichen Platz.
Jede Wählerin und jeder Wähler kann in diese Rolle treten. Um ein individueller Open Actor zu werden, öffne deine Kontoseite und wähle "Deinen individuellen OA erstellen": ein kurzes Formular — ein Porträt, ein Kurzname, ein paar Zeilen über dich — und von da an kannst du deine Rangfolgen und Argumente öffentlich machen, für andere sichtbar, abwägbar, als Stütze nutzbar.
Gruppen funktionieren genauso. Wähle auf derselben Seite "Eine Organisation eintragen", um eine bestehende Gruppe als Open Actor sichtbar zu machen — die Kommission, den Vorstand, die Kernfamilie — und ihre öffentlichen Rangfolgen in ihrem Namen zu verwalten. Aus einer informellen gemeinsamen Position wird etwas, dem Mitglieder formell ihr Vertrauen geben können.
Erstelle die Entscheidung.
Jetzt stelle die Frage. Eine gute Entscheidung hat eine klar formulierte Frage und wirklich unterschiedliche Optionen — nicht "Option A und zwei Strohmänner", sondern echte Alternativen, die jemand ehrlich bevorzugen könnte. Nimm dir hier Zeit: Die Qualität der Optionen bestimmt die Qualität der Entscheidung. Wenn Mitglieder uneins sind, was die Optionen überhaupt sind, gehört dieses Gespräch vor die Eröffnung der Entscheidung — und verbessert sie oft mehr als alles andere.
Mehr zu Entscheidungen und Optionen
Und die Optionsliste friert nicht ein, wenn die Entscheidung eröffnet ist: Im laufenden Prozess kann jeder Open Actor — und damit alle, die in diese Rolle treten — Alternativvorschläge machen und Optionen ergänzen. Oft taucht genau dort der Kompromiss auf, mit dem alle leben können.
Alle wirken mit.
Ist die Entscheidung eröffnet, wählt jedes Mitglied seine Art der Partizipation — und jede zählt. Selbst ordnen: Bring die Optionen nach deinem eigenen Urteil in eine Rangfolge. Dich vertreten lassen: Überlass es deinem Vertrauen — die Rangfolgen der Menschen und Gruppen, denen du vertraust, werden durch deine Vertrauensstufen gelesen und zu deiner Empfehlung verbunden. Dich enthalten: eine festgehaltene Entscheidung, dieses eine Mal auszusetzen — sichtbar verschieden vom Schweigen. Und neben den Rangfolgen können Mitglieder und Gruppenakteure Argumente anfügen — Gründe, warum eine Option eine andere schlagen sollte, paarweise formuliert, damit Uneinigkeit konkret bleibt statt pauschal.
Lies das Ergebnis.
Während die Entscheidung läuft, hast du deine eigene Rangfolge immer vor dir auf dem Partizipationsbildschirm — gebildet aus deiner direkten Rangfolge oder, wenn du dich vertreten lässt, aus deinem Vertrauen. Wenn die Entscheidung schliesst, zeigt die Ergebnisseite, was die Gruppe entschieden hat: die gewinnende Option, wie die anderen Optionen gegen sie abgeschnitten haben und wie viele Mitglieder direkt oder über Repräsentation teilgenommen haben — ermittelt mit derselben paarweisen, vertrauensgewichteten Methode, die das Widget oben zeigt. Vergleiche beides — manchmal stimmen sie nicht überein. Wenn deine Rangfolge von der der Gruppe abweicht, ist nichts schiefgegangen: Du siehst genau, wo du in deinem Kollektiv stehst — mehr, als die meisten Entscheidungsverfahren dir je zeigen.
Handle danach, und sag es.
Civil Democracy bildet und bündelt informierte Präferenzen; was deine Gruppe aus dem Ergebnis macht, liegt bei deiner Gruppe — die Plattform erzwingt nichts, und ehrlich gesagt: Das soll sie auch nicht. Was die zweite Entscheidung leichter macht als die erste, ist der geschlossene Kreis: "Wir haben X entschieden, und wir haben X getan." Gruppen, die das laut aussprechen, stellen fest, dass das Entscheiden selbst besser wird — die Optionen werden schärfer, die Argumente ehrlicher, das Vertrauen überlegter. Das ist das Rezept, das sich wiederholt.
Zwanzig Minuten bis zu deiner ersten Entscheidung.
Lass diese Seite offen und beginne dort, wo jede Entscheidung beginnt.